Richtlinien für Vertrauen

Vertrauen ist gut, Verträge sind besser: Mitarbeiterentsendungen brauchen Bereitschaft und stets auch eine Basis. Während seiner Auslandszeit kommen die entsandten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer Vielzahl von Rechtsnormen und Rechtsvorschriften in Berührung – auch ohne wissentlich davon Kenntnis zu nehmen. Ein Gerüst bietet dabei eine Entsenderichtlinie, die unternehmensweit eine verlässliche Grundlage für künftige Entsendungen.

Die Entsenderichtlinie stellt eine Auslandsentsendung nicht nur auf ein rechtlich solides Fundament, sondern schreibt auch fest, welche Erwartungen und Anforderungen Transferee beziehungsweise Expat auf der einen Seite und das entsendende Unternehmen auf der anderen Seite aneinander haben – und zwar für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für aktuelle wie für geplante Entsendungen. So wird für alle Angestellten geregelt, welche Unterstützung das Unternehmen bietet, aber auch was die Eigenleistung des Transferees sein kann und sein muss. Die jeweiligen einzelnen Entsendungen werden schließlich über einen Entsendevertrag rechtlich abgesichert, der auf die konkrete Mitarbeiterentsendung Bezug nimmt.

In einer unternehmensinternen Entsenderichtlinie sollte zunächst der Geltungsbereich sowie die Kostenträgerschaft festgeschrieben werden. Die Kostenträgerschaft regelt sowohl die Teilung der Kosten zwischen entsendender und aufnehmender Organisation, aber auch zwischen Unternehmen und Mitarbeiter. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die vertragliche Eingliederung des Transferees und damit seine organisatorische Einbindung sowohl im Heimatunternehmen als auch in der aufnehmenden Firma. Darüber ist es von Vorteil die Entsendedauer festzuschreiben und unter welchen Umständen die Entsendung verlängert werden kann sowie die Reintegration des Transferees nach seiner Entsendung und damit nach seiner Rückkehr. Abschließende Punkte sollten Regelungen zur Familienbegleitung sowie die Definition von Risiken und deren Absicherung sein.